Jo Ne
13. January 2026
HanseWerk Natur hat in den letzten Jahren teilweise Preissteigerungen von über 100 % (manchmal sogar bis zu mehreren Hundert Prozent) durchgesetzt. Die Verbraucherzentrale Hamburg und der vzbv halten diese Erhöhungen in vielen Fällen für rechtswidrig, weil die verwendeten Preisgleitklauseln nicht den gesetzlichen Anforderungen genügen. Es läuft bereits eine Musterfeststellungsklage (Sammelklage) gegen HanseWerk Natur, in die sich betroffene Verbraucher kostenlos eintragen können (siehe Verbraucherzentrale oder Bundesamt für Justiz). Privatpersonen können gegen solche Preiserhöhungen meist nur schwer individuell klagen – umso wichtiger wäre es, dass die Genossenschaft als Vermieterin und Vertreterin der Mieter aktiv wird und entweder selbst rechtlich vorgeht oder die Mitglieder klar und transparent informiert. Leider höre ich von HARABAU zu diesem hochbrisanten und kostenintensiven Thema absolut nichts – weder Infos, noch Empfehlungen zum Widerspruch, noch Hinweise auf die laufende Sammelklage. Das fühlt sich an wie Verschweigen eines Problems, das viele Mitglieder massiv belastet (Nachzahlungen oft im vierstelligen Bereich). Ein Wechsel des Fernwärmeversorgers ist in unserem Gebiet leider nicht möglich – umso mehr erwarte ich von meiner Genossenschaft, dass sie sich für die Interessen der Mieter einsetzt und nicht einfach schweigt. Ich fordere HARABAU auf: die Mitglieder umgehend und umfassend zu informieren aktiv zu prüfen, ob und wie die Genossenschaft sich an der Klage beteiligen oder eigene Schritte einleiten kann transparent zu machen, welche Haltung die Genossenschaft zu den Preiserhöhungen einnimmt Schade, dass man sich als Mitglied so allein gelassen fühlt.